Warum Empathie dir im Job hilft

Empathie, auch genannt Einfühlungsvermögen ist die Fähigkeit, sich in Andere hinein zu versetzen. Die Welt mit ihren Augen zu betrachten und nachzuvollziehen, wie ihre Gedankengänge funktionieren. Wer das beherrscht, hat einige Vorteile: Die Kommunikation läuft plötzlich reibungslos, Missverständnisse können vermieden werden. Denn Menschen, deren Blickwinkel gewürdigt werden, entwickeln sich zu motivierten Mitarbeitenden.

Doch gerade im Berufsleben wird diese Fähigkeit nicht unbedingt gross geschrieben. Frauen versuchen tunlichst, nicht das Gefühls-Etikett verpasst zu bekommen. Aber ich meine hier nicht: grosse Augen, verständnisvoller Blick, schräg gelegter Kopf, salbungsvolles Nicken.

Nein, ich habe hier eine Alternative für dich:

Empathie ist nicht jedem in die Wiege gelegt, kann aber gelernt werden. Dabei geht es viel weniger um Gefühle als man denkt. Vielmehr geht es um die aktive Steuerung meiner Gedanken. Um die Fragen, die ich mir selber stelle. Unbewusst läuft in unserem Gehirn nämlich ein ständiger Dialog ab. Wenn du deinen Gedanken zu irgendeinem Thema einmal freien Lauf lässt und sie ungefiltert niederschreibst, wirst du merken, was ich meine.


Stellen wir uns eine konkrete Konfliktsituation im Büro vor: Kollege Essig macht während des Team-Meetings ein Gesicht wie 3 Tage Regenwetter, sagt aber nichts. In meinem Kopf rattert es folgendermassen: "Dieser Miesepeter, soll er doch den Job endlich wechseln, wenn es ihm bei uns nicht gefällt. Der verdirbt die Stimmung im Team. Unsere Performance sinkt auch nur wegen ihm. Und die Leitung unternimmt nichts, das ist auch wieder typisch. Alles Schlappschwänze. u.s.w."

> Wozu führen diese Gedanken? Helfen sie mir, Freude am Job zu haben und meine eigene Performance hoch zu halten? Wie sieht wohl mein eigenes Gesicht aus, während ich so denke? Was trage ich in dem Moment zur guten Stimmung im Team bei? - Ertappt.


Deine Gedanken aktiv zu steuern, hilft also vor allem dir selber. Was wünschst du dir? Strahlendes Charisma, beste Performance, gute Stimmung im Team?

Hier die Power-Fragen, die deine Gedanken in die richtige Richtung lenken:

  • Welche Vorgeschichte hat die aktuelle Situation? (Oft erzählt das der Kollege bereitwillig selber, wenn man ihn nur danach fragt. Nur schon das Anerkennen dieser Vorgeschichte wirkt oft entspannend auf den Konflikt.)

  • Wonach sehnt sich Kollege Essig? (Bedürfnisse wie Anerkennung, Dazugehören, Klarheit über die Situation, etc.)

  • Wo wurden seine Bedürfnisse nicht befriedigt und wie kann ich dies nun tun?

Diese Art von Fragen ist konstruktiv, d.h. sie bringen mich weiter, sowohl in der aktuellen Situation als auch in meiner persönlichen Entwicklung. Sie bildet die beste Basis für berufliches Weiterkommen mit Führungsfunktion.

Alte Denkmuster zu verlassen ist oft sehr schmerzlich. Wir glauben uns im Recht, wenn wir dem Anderen Schimpf und Schande wünschen. Aber das ist wie Gift trinken und hoffen, dass der Andere stirbt. Drum: Spring über deinen Schatten und probier es aus! Du kannst nur gewinnen.


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