Selbstvertrauen hat man oder eben nicht.

Der Titel ist falsch. Er hat aber deine Aufmerksamkeit geweckt und somit sein Ziel erreicht. Was denkst du: Kann man Selbstvertrauen systematisch aufbauen? Ich weiss die Antwort. Weil ich tagtäglich mit meinen Klientinnen erlebe, dass Selbstvertrauen einem bestimmten Muster folgt. Wenn du weißt, wie es entsteht, kannst du diesen Mechanismus selber anwenden und immer wieder anwenden. In diesem Artikel werde ich dir die Geheimnisse verraten, wie du selber dein Selbstvertrauen boosten kannst, wenn Bedarf besteht.


Die meisten von uns haben im Alltag kein schlechtes Selbstvertrauen. Wir sind schliesslich gut in dem, was wir tun und wissen das auch. Wenn wir sattelfest sind auf unserem Gebiet, dann können wir akkurat argumentieren, die Diskussion führen und Andere überzeugen.

Doch dann gibt es Situationen, in denen wir plötzlich ganz still werden. Dann trauen wir uns plötzlich nichts mehr sagen aus Angst, falsch zu liegen. Oder es fällt uns erst im Nachhinein ein, welche brilliante Antwort wir hätten geben können.

Wie ist das möglich? Wie kann ein und dieselbe Person mal selbstsicher, mal unsicher sein?

Liegt es an der Umgebung? An der Situation? Jein. Die Situation kann grundsätzlich gar nichts tun. Sonst würden ja alle Menschen in der gleichen Situation gleich reagieren – tun sie aber nicht. Die Umstände können jedoch gewisse Gedanken in unserem Kopf triggern, die dann zu dieser Unsicherheit führen. Hier kommt es darauf an, ob ich meine Gedanken ungezügelt in diese Richtung laufen lasse oder ob ich sie bewusst in eine Richtung steuere, die mir guttut.

Bevor wir anschauen, wie Selbstvertrauen entsteht, möchte ich das Gegenteil beleuchten. Was passiert, wenn ich plötzlich meine Selbstsicherheit verliere?

In der Millisekunde, bevor es passiert, habe ich einen Gedanken: Oh-oh, sag jetzt keinen Blödsinn. Du hast eigentlich keine Ahnung. Die durchschauen dich. Du bist nicht qualifiziert genug. Die werden dich auseinander nehmen. Du wirkst wie eine Anfängerin. Du darfst jetzt ja nicht rot werden. Du müsstest das längst besser können.

Unsere Gedanken gehen in Richtung Selbstzweifel, Selbstvorwürfe, Angst um die Meinung der Anderen.

Was fällt daran auf? Alles passiert ausschliesslich in unserem eigenen Kopf. Das ist die gute Nachricht. Niemand anderes als du selber hat die Macht darüber, was in deinem Kopf abgeht. Das kannst du ganz alleine entscheiden! Und somit hast du die Kontrolle darüber, ob du Selbstvertrauen aufbaust oder die Selbstzweifel nährst, indem du ihnen dein Gehör schenkst.

Das klingt zwar jetzt ganz einfach, aber in der Praxis haben wir unsere Gedanken nicht so unter Kontrolle. Meistens sind wir sogar davon überzeugt, dass unsere Gedanken die reine Wahrheit sind. Doch wenn wir ganz ehrlich sind, können wir auch gegensätzliche Gedanken denken wie: Ich mag mich und ich mag mich nicht. Die Frage ist, auf welche Seite wir uns lehnen. Wo wir bewusst unseren Blick hinlenken, womit wir uns beschäftigen.

Welche Gedanken bilden Selbstvertrauen?

  • Ich bin okay mit allen meinen Ecken und Kanten.

  • Ich kann alles lernen.

  • Ich bin wertvoll, egal was ich tue oder nicht tue.

  • Ich steh zu mir.

  • Die Anderen sind auch nur Menschen.

  • Ich bin stolz auf mich, weil ich so mutig bin und Neues ausprobiere.

  • Ich liebe Herausforderungen!

  • Ich bin gut darin, neue Informationen aufzunehmen.

Wenn wir uns solche Gedanken in Erinnerung rufen und uns an ihnen festhalten, werden wir auch in herausfordernden Situationen Selbstvertrauen empfinden. Und je öfter wir so denken, desto mehr wird es zu einer Gewohnheit. Desto leichter wird es uns fallen, wieder geerdet und selbstbewusst zu werden, wenn neue Herausforderungen anstehen.

3 Strategien und ausführliche Erklärungen dazu um Selbstvertrauen systematisch aufzubauen, findest du in meiner Podcast Serie zum Thema Selbstvertrauen: verenatschudi.com/40


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