Kind und Karriere?

Warum für uns Frauen der Job und die Familie immer noch keine Selbstverständlichkeit sind.

Für einen Mann ist es oft selbstverständlich, neben der Karriere noch Kinder zu haben. Es ist zwar nicht immer einfach, aber es ist ziemlich normal und niemand zweifelt daran, dass er beides unter einen Hut bringt.


Für eine Frau ist es hingegen keine Selbstverständlichkeit- Kind und Karriere scheinen oft ein Widerspruch. Ein bisschen nebenbei arbeiten gehen ja, aber Karriere? Dabei macht der Job nur wirklich Spass, wenn wir uns weiter entwickeln, mitentscheiden können und immer wieder neue Herausforderungen meistern. Das nenne ich Karriere.


Welche Stolperfallen gibt es für uns Frauen?

1. Das Umfeld (Schwiegereltern, Freunde, Nachbarn, etc.), das eine Meinung dazu hat, wie wir zu leben haben. Die ihren eigenen Lebensentwurf rechtfertigen müssen, indem sie uns ihre Werte und Normen aufdrücken wollen.


2. Das Arbeitsumfeld, das grundsätzlich nicht davon ausgeht, dass wir es ernst meinen mit der Karriere. Während der Schwangerschaft bekommen wir öfter mal zu hören: Du wirst schon sehen, danach wird alles anders. Du wirst ein anderer Mensch, du hast dann andere Wünsche und Ziele, wirst schon sehen... So manch eine Frau hat sich dadurch schon verunsichern lassen. Schliesslich könnte es ja stimmen, oder? Beispiele gibt es ja genug.


3. Die eigenen romantischen Vorstellungen. Gemütlich im Starbucks einen Kaffee trinken, mit Freundinnen im Park abhängen, während die Kinderchens fröhlich spielen. Dass der Alltag ganz anders aussieht, wollen manche nicht so recht glauben, selbst wenn sie schon mittendrin stecken. Der Anteil an unzufriedenen und sogar depressiven Vollzeit-Müttern ist weit höher als es gesellschaftlich wahrgenommen wird.


4. Die eigenen Wertvorstellungen, was gut ist für ein Kind und was nicht. Ohne sich fundiert mit dem Thema auseinander zu setzen, behaupten viele von uns einfach zu wissen, was für ein Kind gut ist und was nicht. Die Mutter 24/7 um sich zu haben, das ist doch der Traum eines jeden Kindes, folglich das beste für seine Entwicklung. Pustekuchen! Diese Kinder haben gegenüber Kindern, die von verschiedenen Bezugspersonen betreut worden sind, nicht nur erheblichen Aufholbedarf was die sozialen Kompetenzen betrifft. Auch im Wortschatz und in der Allgemeinbildung sind ihnen die Kinder voraus, die bereits mehr von der Welt gesehen haben.


5. Der eigene Partner. In Zeiten einer 50% Scheidungsrate ist es zwar erstaunlich, aber viele Männer fördern immer noch, dass ihre Frau mit dem Kind daheim bleibt. Das ist sehr kurzfristig vielleicht bequemer, doch in vielerlei Hinsicht mittel- bis langfristig weder für die Partnerschaft gut, noch für das gesamte Konstrukt, sollten sich die beiden eines Tages trennen.

Trotzdem lassen sich viele Frauen von ihrem Partner dazu ermutigen, eine Zeit lang daheim zu bleiben. Wie schwierig es danach ist, wieder den Anschluss zu finden, können sie sich in dem Moment gar nicht vorstellen.


6. Fehlende Vision. Vielen Frauen fehlt einfach das konkrete Vorbild. Sie haben keine Idee davon, wie es sein könnte, Mama UND Chefin zu sein. Mama können sie sich meist gut vorstellen, aber Chefinnen sind ja generell eher spärlich gesät, und dann noch solche, die den Spagat zwischen Familie und Beruf meistern... da muss man schon suchen!

Die eigene Vision von einem erfüllten Leben zu entwickeln, das ist die Basis für jede weitere Entscheidung. Wenn du weisst, wo du hinmöchtest und dein Ziel klar vor Augen hast, dann wird jeder Schritt einfach sein und Hindernisse können dich nicht aufhalten. Darum ist es so wichtig, eine gesamthafte Lebens-Vision zu entwickeln. Sie bildet das Fundament, auf dem alle späteren Entscheidungen fest stehen und nicht ins Wanken kommen.


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Sandra aus Pfungen, Sozialarbeiterin FH

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