4 Grundfehler beim Durchsetzen

Wie wir uns selber ein Bein stellen, wenn wir eigentlich unsere Wünsche durchsetzen wollen.


Ob du eine Gehaltserhöhung verhandeln möchtest, eine Idee in einem Gremium durchsetzen oder einfach Nein sagen, wenn du neue Aufgaben auf's Auge gedrückt bekommst - irgendwie scheint es nicht immer so leicht, sich durchzusetzen. Und im Nachhinein denkst du dir, wie kann das sein? Dann fühlen wir uns frustriert und werden wir wütend auf unser Gegenüber. Dabei können wir so Vieles selber beeinflussen.

Die Voraussetzung ist, dass wir die Verantwortung übernehmen.

Wenn wir unsere Ideen, Überzeugungen oder Wünsche durchsetzen wollen und es nicht schaffen, dann ist meistens eine diese 4 Fehler schuld:


1. Nicht wissen, was ich überhaupt genau will.

Wir wissen oft ganz genau, was wir NICHT wollen. Aber was wir stattdessen wollen, ist ein grosses Rätsel. Für uns und noch viel mehr für das Gegenüber. Oft vermischen wir verschiedene Bedürfnisse. Z.B. Ich möchte das nächste grosse Projekt übernehmen, gleichzeitig möchte ich mehr Anerkennung von meiner Vorgesetzten und meinen Frust über ein anderes Teammitglied loswerden und bestimmte Prozess im Unternehmen gehören auch dringend verbessert.

BESSER: Überlege dir, welches Ziel dir am wichtigsten ist und besprich nur dieses eine Thema. Erst wenn das gelöst ist, kommen die anderen dran. Löse deine emotionalen Themen zuerst mit dir selber.


2. Es nicht oder nur indirekt sagen.

"Jetzt habe ich schon 3x hintereinander das Protokoll geschrieben." Andeutungen oder indirekte Aussagen können unterschiedlich interpretiert werden. "Sie sagt, dass sie schon 3x das Protokoll geschrieben hat. Sie will wohl betonen, dass wir ihr diese Aufgabe jetzt nicht einfach wegnehmen können." So war das doch gemeint, oder?

Noch schlimmer ist es, wenn du gar nichts sagst und erwartest dass die anderen von selber draufkommen müssen, was dir fehlt.

BESSER: Fasse in einem kurzen Satz zusammen, was du möchtest. Nenne Zahlen, deadlines, Arbeitsumfang, nächste Schritte, konkrete Fakten. Stell dir immer die Frage: Ist meinem Gegenüber absolut klar, was ich möchte?


3. Selbst nicht davon überzeugt sein.

Wenn du innerlich nicht selber davon überzeugt bist, dass dein Wunsch berechtigt ist oder deine Idee ein toller Beitrag für das Projekt, dann wirst du auch andere nicht davon überzeugen können. Dann werden dir jede Menge plausible Gegenargumente einfallen, die dazu führen, dass du dich innerlich selber hinunter verhandelst, bis von deinem Wunsch nichts mehr übrig ist.

BESSER: Geh die Schritte durch wie in meinem letzten Blogbeitrag beschrieben. Bevor du deinen Wunsch aufgibst und dir überlegst, so wichtig ist es dir dann auch wieder nicht, mach den Selbst-Check: Gehe ich der unangenehmen Aufgabe aus dem Weg, damit ich mich nicht selber reflektieren, evtl. mein Selbstbild oder meinen Mind-Set ändern muss? Hier ist eine Gelegenheit für persönliches Wachstum!


4. Bei Widerstand sofort aufgeben.

"Wenn Nein ist, dann ist Nein." habe ich einmal zu meinem kleinen Sohn gesagt. Seine Antwort darauf: "Wenn Doch ist, dann ist Doch." Spielstand 1:1.

Bei einem Nein fängt die Verhandlung erst richtig an. Wenn wir ein Nein beim ersten Mal gleich akzeptieren, heisst das, dass wir die Spielregeln nicht kennen.

BESSER: Nein hast du schon gehört, jetzt kannst du nichts mehr verlieren. Aber so viel gewinnen! Und so viel lernen! Manage deine Gedanken und Gefühle, coache dich und wenn du wieder fit bist, gehst du wieder ins Rennen. Diesmal mit noch mehr Überzeugung.


Ich wünsche dir ganz viel Erfolg!


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