5 Tipps für mehr Selbstbewusstsein

Wer wünscht sich nicht mehr Selbstbewusstsein? Sogar die brüllenden Löwen unter uns haben ihre Momente, in denen sie sich eine Extra-Portion davon wünschen würden. In diesem Artikel zeige ich dir 5 Möglichkeiten auf, wie du dein Selbstbewusstsein aktiv stärken kannst.


1. Bring den inneren Kritiker zum Schweigen

Kennst du das auch? Diese innere Stimme, der wir nichts recht machen können? Egal wie gut unsere Leistungen ausfallen, sie findet immer noch ein Haar in der Suppe? Selbst während wir einen Erfolg feiern, ist sie nicht still. Sondern sie erinnert uns permanent daran, dass wir uns den Erfolg eigentlich nicht wirklich selbst zuschreiben können. Und dass es bald auffliegen könnte, wie wenig Ahnung wir eigentlich haben.

Viele von uns halten diese innere Stimme versehentlich für deine eigene, aber das stimmt nicht. Wir haben verschiedene Stimmen in uns. Diese können sogar untereinander verhandeln, sich widersprechen! Ich selber bin sozusagen die Moderatorin der Diskussionsrunde. Ich kann entscheiden, wem ich wieviel Redezeit zugestehe und wen ich unterbreche, wenn der Diskurs destruktiv wird.

Wie dominant ist dein innerer Kritiker? Hörst du auf ihn oder weist du ihn in die Schranken? Wenn dein innerer Kritiker sehr laut ist, dann untergräbt er dein Selbstbewusstsein. Er lässt nichts Positives gelten, ohne auch noch eine Kritik anzufügen. Das ist sein Job.

Dein Job ist es, ihn zu managen wie einen Mitarbeiter, ihm die Feedbackregeln zu erklären und darauf zu achten, dass er nicht zu dominant wird im Team deiner inneren Stimmen.



2. Sei bereit, negative Gefühle zu ertragen

Was unser Selbstvertrauen oft untergräbt ist die Angst vor negativen Gefühlen. Wenn wir diese vermeiden wollen, werden wir angreifbar. Z. B. du versuchst, bei allen Leuten gut anzukommen und möchtest das Gefühl der Ablehnung tunlichst vermeiden. Es muss nur jemand zeigen, dass er dich nicht toll findet und schon hat er dich.

Wenn du hingegen Ablehnung als Teil der menschlichen Erfahrung auf dieser Welt akzeptierst und lernst, diese Gefühle anzunehmen, anstatt sie zu vermeiden, dann wirft dich nichts so schnell aus der Bahn. Negative Gefühle gehören dazu. Scham und Angst und Wut gehören auch zum Leben. Wenn wir nur dir rosarote Seite der Medaille haben wollen, dann werden wir sehr schnell enttäuscht. Von der Welt und von uns selber. Das sind Erwartungen, die wir einfach nicht erfüllen können, die niemand erfüllen kann. Und damit untergraben wir unser eigenes Selbstbewusstsein.

Negative Gefühle zu akzeptieren, sie anzunehmen und sie bewusst zu fühlen, das macht uns stark, gelassen und selbstbewusst. (Höre auch meinen Podcast zum Thema Elegant scheitern)



3. Feiere deine Erfolge

Wenn ich dich frage, was du Aussergewöhnliches geleistet hast in den letzten 3 Jahren, was fällt dir ein? Viele meiner Klienten sind ganz sprachlos auf diese Frage. Aussergewöhnliches haben sie ja nicht geleistet. Im Gegenteil – sie werten ihre Erfolge sogar noch ab! Mit Formulierungen wie: Das war ja nichts Besonderes, man hätte es noch viel besser machen können, ich habe ja nur meinen Job gemacht, ich hatte auch einfach Glück, das Team hat die eigentliche Arbeit gemacht, etc. Kommt dir das bekannt vor?

Für dein Selbstbewusstsein ist diese falsche Bescheidenheit allerdings Gift. Stell dir vor, ein kleines Kind kommt freudestrahlend zu dir und zeigt dir eine Bastelarbeit, die es gemacht hat. Sagst du dann auch: Das ist ja nichts Besonderes, jedes Kind macht so etwas in deinem Alter, man könnte es eigentlich noch viel besser machen, du hast ja jede Menge Unterstützung bekommen, ... Nein! Das wäre Gift für das Selbstbewusstsein des Kindes. Aber mit dir selber machst du es?

Ab jetzt anders: Führe ein Erfolgs-Tagebuch. Und notiere dort jeden Tag mind. 3 Dinge, auf die du heute stolz sein kannst. Aussergewöhnlich ist alles, was für DICH selber ausser-gewöhnlich ist, dafür kannst du einen Blick entwickeln. Wenn es für dich nicht selbstverständlich ist, am Morgen aus dem Bett zu kommen, dann schreib das in dein Erfolgs-Tagebuch. Wenn es für dich nicht selbstverständlich ist, eine Runde zu joggen, dann schreib das auf.

Stell dir vor, du wärst ein Kind und würdest dich selber loben für Kleinigkeiten. Ein Meeting konstruktiv geleitet, ein schwieriges Telefonat geführt, ein tolles Abendessen gekocht, einen grossen Stapel Rechnungen verarbeitet, etc. So trainierst du den Selbstbewusstseins-Muskel.



4. Tu so als ob

Selbstbewusstsein kann nicht wachsen, wenn wir uns im stillen Kämmerlein einsperren und warten. Es entsteht, indem wir Herausforderungen annehmen, mit schlotternden Knien etwas wagen, uns exponieren und lernen. Wir schlüpfen in Schuhe, die uns noch 2 Nummern zu gross sind und wachsen dann hinein. Wir halten einen Workshop so, als hätten wir unser Leben lang nichts Anderes getan. Es muss ja niemand wissen, dass es das erste Mal ist. Wir gehen in die Verhandlung mit einem Pokerface, als wären wir routinierte Verhandler. Wir schliessen den Deal, wir fällen Entscheidungen, wir führen das Projekt. Wir machen alles zum ersten Mal und tun so, als wären wir Profis. So machen das die Profis. Die sind nämlich auch als nackte Babys auf die Welt gekommen und haben an ihren Zehen gelutscht. Nur so wirst du zum Profi. Indem du einfach entscheidest, dich wie einer zu verhalten. Und so baust du Selbstvertrauen auf.

Warte nicht, bis du selbstbewusst genug bist, um hinauszugehen und Heldentaten zu vollbringen.



5. Liebe dich selber

All das oben gesagte hilft nichts, wenn du dich nicht selber liebst. Wenn du im Grunde jemand anderes sein willst. Wenn du dir Vorwürfe machst für etwas, das du in der Vergangenheit getan hast. Wenn du dich nicht so annehmen kannst, wie du bist – bedingungslos.

Dann hilft es auch nichts, wenn dich die ganze Welt toll findet.

Sich selbst zu lieben ist eine Entscheidung. Du kannst das hier und jetzt entscheiden. Frieden schliessen mit dir selber, dir die Freundschaft anbieten. Solange du gegen dich selber arbeitest, kann kein Selbstvertrauen entstehen. Echtes Selbstvertrauen entsteht, wenn du weißt, dass du dich selber immer lieben wirst, egal was passiert. Versprich dir das!


Höre auch meine Podcasts zu verschiedenen Themen der Persönlichkeitsentwicklung!


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Sandra aus Pfungen, Sozialarbeiterin FH

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