Mental-Training vor dem Job-Interview

Warum kann Mental-Training vor dem Bewerbungsgespräch matchentscheidend sein?

Glückliche Leute wirken anziehend. Glückliche Leute ziehen Glück an. Wir kennen dieses Phänomen von Verliebten. Solange sie verzweifelt auf der Suche nach einem Partner sind, klappt es einfach nicht. Dieser intensive Wunsch und die Verzweiflung haften an ihnen wie ein abstossendes Parfum, das potenzielle Partner in die Flucht schlägt.

Sobald sie sich aber mit ihrer Situation als Single anfreunden und somit Zufriedenheit ausstrahlen, lernen sie jemanden kennen. Und wenn sie dann bis über beide Ohren verliebt sind, bekommen sie plötzlich jede Menge Angebote.


Auch im Bewerbungsprozess beobachte ich immer wieder, dass Kandidat*innen, die eigentlich gar nicht wechseln wollten, weil sie in ihrem Job happy sind, von anderen Firmen umgarnt und abgeworben werden. Sie müssen praktisch nichts dafür tun, nicht einmal ein CV schicken! Woher kommt das?

Wir haben sowas wie einen siebten Sinn für die Gemütslage unseres Gegenübers.

Wenn jemand auf der Sonnenseite des Lebens unterwegs ist, wollen wir uns mit ihm oder ihr zusammentun. Wir erhoffen uns, so auch etwas von dem positiven Drive mitzubekommen. Negative Vibes wirken wie Krankheitserreger, wir fliehen vor ihnen. Denn instinktiv wissen wir, dass sie uns nicht guttun.

Für ein Bewerbungs-Interview oder auch für ähnliche herausfordernde Situationen heisst das Folgendes: Viel wichtiger als die Qualifikationen auf unserem CV oder die Leistung, die wir vorweisen können, ist die unbewusste Botschaft, die wir rüberbringen. Was möchten wir NICHT ausstehlen? Alles, was mit Mangel zu tun hat: Ich brauche diesen Job, ich brauche das Geld, ich habe keine weiteren Chancen, die Zeit läuft mir davon, niemand will mich, ... Stattdessen möchten wir Glück und Zufriedenheit ausstrahlen.


Wie kann ich mich selber auf „Glück und Zufriedenheit“ eichen?

Jede*r von uns kann positive Vibes ausstrahlen. Das einzige, was es dazu braucht, sind die passenden Gedanken. Das ist Mental-Training. Wir haben gleichzeitig negative und positive Gedanken zur Verfügung, beide sind vorhanden. Es kommt lediglich darauf an, welchen Gedanken du Raum gibst, welche du kultivierst und nährst. Drehen sich deine Gedanken den ganzen Tag (und auch noch in der Nacht) um die oben genannten Mangel-Gedanken? Denkst du daran, was dir fehlt? Dann wirst du höchstwahrscheinlich nicht gerade das Glück anziehen.

Schiebe mal diese Gedanken zur Seite oder schreib sie auf ein Blatt Papier, dann sind sie dort geparkt, zumindest für die Dauer des Experiments. Und dann überlege dir 10 Gründe, warum du glücklich und zufrieden sein kannst.

Sicherlich gibt es in deinem Leben jede Menge Grund zur Dankbarkeit, auch und gerade in der aktuellen Situation.

Wenn du 50 Punkte findest, umso besser. Schreib sie alle auf.

Wenn du deine Gedanken auf diese positiven Aspekte deines Lebens fokussierst, wirst du Folgendes merken: Du wirst ruhiger, gelassener, zufriedener, dankbarer und glücklicher. Und in diesem Zustand bist du unglaublich attraktiv für andere. Für deine Kollegen, Freunde und auch potenzielle Arbeitgeber.

Dein Verhalten wird sich auch ändern. Das Innere strahlt nach aussen, das wirst du in einer entspannten Körperhaltung bemerken, in besserem Schlaf, mehr Lächeln und einem aktiveren Lebensstil. In der konkreten Interview-Situation wirst du locker und spontan antworten können, ja sogar humorvoll.


Meistens probieren wir unser Verhalten zu ändern: Das sollte ich sagen, so sollte ich sitzen, so viel oder wenig Lächeln, nicht die Arme vor der Brust verschränken, etc. Und im Nachhinein ärgern wir uns, weil wir spontan nicht so reagiert haben, wie wir uns das wünschen würden. Wenn wir allerdings mental auf „Glück und Zufriedenheit“ geeicht sind, dann kommt das Aussen ganz von selber. Wenn innen und aussen übereinstimmen, dann sind wir authentisch. Und es gibt nichts Attraktiveres als jemanden, der authentisch ist.

Probier’s aus!


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